Rund um den Verein

Mitgliederversammlung in Münster

April 2012 - Nach mehrwöchiger und intensiver Planung war es am Wochenende vom 13.-15.April endlich so weit: die außerordentliche Mitgliederversammlung der Zugvögel fand in Münster statt.

Im Laufe des späten Freitagnachmittags und vereinzelt auch abends trafen die meisten Zugvögel in Münster ein. Der Freitagabend diente hauptsächlich dem gegenseitigen Kennenlernen und später auch inhaltlichen Diskussionen.

Am Samstag ging es mit einem gemeinsamen Frühstück los, bei dem erste Diskussionen vom Vorabend angeregt fortgeführt wurden. Mittags trafen sich dann die Mitglieder des alten Zugvögel-Vereins „Zugvögel – Aves de Paso“ zu der dann letzten und auch etwas bewegenden Mitgliederversammlung, denn sie beschlossen, sich aufzulösen. Parallel dazu liefen weiterhin Diskussionen und Ausarbeitungen zum Programm der Zugvögel, um die außerordentliche Mitgliederversammlung am Sonntag vorzubereiten. Nach einem gemeinsamen Abendessen und weiteren Diskussionen ging ein äußerst produktiver Samstag zu Ende. Erschöpft von den vielen Gedanken zu verschiedenen Themen gingen die meisten zurück in die WG's, bei denen sie während des Wochenendes unterkamen.

Am Sonntag ging es dann zeitig weiter – und es wurde ernst, denn Entscheidungen mussten gefällt werden. Obwohl vor allem am Samstag viel Vorarbeit geleistet wurde, waren bestimmte Entscheidungen am Sonntag nicht ohne weitere Diskussionen zu fällen.

Obwohl viel und auch kontrovers diskutiert wurde, herrschte das gesamte Wochenende über eine äußerst positive und motivierte Atmosphäre. Alle, die dabei waren sind durch das Ziel geeint, nach Mauro und Gaby im nächsten Jahr noch mehr Freiwillige in Deutschland zu begrüßen.

Vor diesem Hintergrund haben wir auf der Mitgliederversammlung unter anderem beschlossen, dass Anfang 2013 neben zwei Freiwilligen aus Ecuador zwei Freiwillige aus Ruanda nach Deutschland kommen sollen.Des weiteren stellen wir unseren Zeitplan um, sodass bereits im Sommer 2013 weitere Freiwillige in Deutschland eintreffen werden. Neben jeweils zwei Freiwilligen aus Ecuador und Ruanda werden dann auch je zwei Freiwillige aus Uganda und Nepal einen einjährigen Freiwilligendienst in Deutschland ableisten. Um uns auch nach außen geschlossen zu präsentieren, haben wir uns auch für ein Logo für den Verein entschieden. Dieses kann bereits auf der Homepage bewundert werden.

Insgesamt war es für uns ein sehr beflügelndes Wochenende; voller Enthusiasmus, Motivation und neuer Ideen. Wir freuen uns darauf, die vor uns liegenden Aufgaben anzugehen und sind uns sicher, dass wir noch viel erreichen können.

Über die Mitgliederversammlung, die Regionalgruppe Münster

Plötzlich ist es Wirklichkeit

Jan. 2012 - Vor vierzehn Monaten formulierten wir zum ersten Mal die Idee eines Freiwilligenprogramms mit Ecuador.
Vor zehn Monaten gründeten wir einen Verein.
Vor fünf Monaten stand fest, welche unsere ersten beiden Freiwilligen sein werden, die nach Deutschland kommen.
Am Freitag landete Mauro, der erste von ihnen.

Plötzlich war er da. Er stand auf dem Frankfurter Flughafen und verteilte mitgebrachtes ecuadorianisches Essen an uns. Er wirkte so gelassen, als sei er schon seit Jahren in Deutschland. Wir, die ihn abholten, müssen im Vergleich wie nervöse Kleinkinder gewirkt haben.

Mauro spricht wenig Deutsch und friert in der deutschen Kälte ein bisschen. Er erlebt viele Dinge zum ersten Mal. Er ist erstmalig geflogen und Zug gefahren. In der U-Bahn ist ihm aufgrund ihrer Geschwindigkeit ein bisschen mulmig. Doch trotz all der neuen Eindrücke um ihn herum wirkt er entspannt und souverän.
Wir laufen mit ihm durch die Frankfurter Innenstadt. In Ecuador hat Mauro als Tourist_innenführer gearbeitet. Jetzt drehen wir den Spieß herum, tragen ihm das Gepäck, führen ihn auf die Mainbrücke, damit er Fotos von der Frankfurter Skyline machen kann. Wir scherzen und lachen viel. Freude liegt in der Luft – und über allem schwebt ein Schleier des Nicht-Glauben-Könnens, der Unfassbarkeit. Mauro ist wirklich in Deutschland und wird hier ein Jahr als Freiwilliger arbeiten.

Es ist ein großer Tag für uns. Wir danken aus allertiefstem Herzen allen Spender_innen, die die Verwirklichung dieses Traumes durch ihren Beitrag erst möglich gemacht haben. Mauros Ankunft ist der grandiose Beweis dessen, was möglich ist, wenn eine große Gruppe von Menschen sich zusammen tut, um für eine Idee zu kämpfen.

willkommen mauro

wir sind zu finden auf