Gabys erster Bericht

Gaby in ihrer ersten Woche in Deutschlan

 

Feb 2012

Meine erste Woche in Deutschland war voll von gegensätzlichen Emotionen; von der Traurigkeit meine Familie, mein Land, meine Freunde zu verlassen bis zu dem Gefühl mich an einem neuen, fremden Ort wieder zu finden, wo ich viel lernen werde. Jetzt befinde ich mich an dem Ort, wo ich ein Jahr bleiben werde. Ich bin beruhigt, weil meine Gastfamilie sehr freundlich ist, und sie sich immer versucht verständlich auszudrücken, sodass ich sie verstehe.

 

Die Jungs und Mädchen geben mir seit meiner Ankunft das Gefühl, dass ich hier begleitet werde. Ich habe viele Orte Berlins kennen gelernt und bin dank ihnen nicht allein in dieser enormen Stadt, die für mich voller Rätsel und Geheimnisse ist. Jetzt, sobald das Seminar zu Ende ist, beginnt eine neue Etappe, sprich die Herausforderung mich mit dem Leben in Deutschland zu verbinden. Trotzdem habe ich viele Erwartungen, mehr vielleicht, als ich bei meiner Ankunft dachte.

 

Eine Woche verging wie im Fluge. Ohne es mir bewusst zu sein, sind schon elf Tage in Berlin vergangen. Gut, dass ich hier nicht in der Kälte dieses intensiven Winters leben musste, aber trotzdem ist es kalt. Das Essen schmeckt mir und bis jetzt vermisse ich den Reis noch nicht, weil es Kartoffeln und Fleisch gibt. Was ich vielleicht am meisten vermisse sind die ecuadorianischen Suppen und selbstgemixten Fruchtsäfte. Oder ich vermisse es in einen Laden zu gehen und etwas zu kaufen, weil die Sprache für mich ein harter Brocken ist. Manchmal bin ich verzweifelt, weil ich fast nichts verstehe. Aber ich weiß, dass sich dies mit der Zeit ändern wird. Ich hoffe, bald Deutschunterricht zu bekommen und mich mit etwas zu beschäftigen. Dies wird mir sicherlich helfen, mich an den Lebensrhythmus anzupassen.

Manchmal kommt es mir vor, dass ich immer noch träume. Wenn ich die Augen öffne und meine Umgebung wahrnehme, sage ich mir „ja, das bin ich und ich bin hier“. Jeden Tag möchte ich mehr lernen, mich als Teil der Stadt fühlen. Im Moment habe ich einen Stadtplan in der Hand, aber ich weiß nicht, wo ich bin, aber das werde ich schon schaffen.

Eine dicke Umarmung und danke, dass ich hier sein kann.

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