Einen Monat lang mit Alltagsgegenständen experimentieren, um natürliche Phänomene aus naturwissenschaftlicher Sicht zu verstehen und diese Entdeckungen wiederum durch Kunst ausdrücken.
Im Frühjahr 2026 führte Evelin ein Projekt für 15 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren in Cotacachi, Ecuador durch, um naturwissenschaftliche und künstlerische Neugier zu wecken. Hierfür nutzte sie eine Reihe praktischer Workshops, die einen Monat lang, jeweils einmal pro Woche, stattfanden. Ort der Durchführungen waren Räumlichkeiten der Stiftung „Uno a Uno“. Diese Stiftung wurde gegründet, um das Lernen von Kindern aus einkommensschwachen Familien in den Gemeinden der Stadt Cotacachi zu fördern. Unterstützt bei der Umsetzung wurde Evelin von Ehrenamtlichen aus naturwissenschaftlichen und künstlerischen Berufen.
In der ersten Woche erkundeten die Kinder die in der Natur verborgenen Farben mithilfe einer einfachen Chromatographie mit Blumen und Blättern. Mithilfe von Papier und Lösungsmitteln beobachteten sie, wie sich die Pigmente trennen und verschiedene Farbtöne bilden, und lernten so, dass Pflanzen zwar verschiedene Farben enthalten, diese jedoch nicht immer sichtbar sind.
In der zweiten Woche wurde frei mit Farben, Formen und Texturen experimentiert. Dabei ließen sich die Kinder von Elementen der Natur und ihrer Umgebung inspirieren. Sie malten Landschaften, Pflanzen, Tiere und Naturphänomene und setzten sich dadurch mit der Bedeutung des Umweltschutzes auseinander.
Eine Woche später sollten die Kinder Figuren aus der Natur, z.B. Tiere, Vulkane oder Pflanzen, aus Modelliermasse nachbilden. Dabei sprachen sie über Artenvielfalt, Ökosysteme und die Bedeutung des Umweltschutzes.
In der letzten Woche lernten die Kinder durch ein Experiment mit Essig und Natron, wie ein Vulkanausbruch funktioniert – durchaus gut zu wissen für Kinder, die in den Anden leben.
Evelin kommt aus Ecuador und absolvierte 2017/18 einen weltwärts-Freiwilligendienst in Deutschland über die Zugvögel.

