**Triggerwarnung: Die Ausstellung sowie der folgende Text und Links enthalten Beschreibungen von Alltagsrassismus**

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Gemeinsam mit hunderten Schwarzen Menschen in Deutschland macht Dominik Lucha sichtbar, was oft ungesehen bleibt: „Was ihr nicht seht!“ thematisiert auf eindrückliche und zugängliche Weise den Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben. Im Juni 2020, nach der Ermordung George Floyds und den BlackLivesMatter-Protesten, startete Dominik Lucha das Projekt auf Instagram. Auf dem Instagram-Kanal können Schwarze Menschen anonym über ihre Rassismus-Erfahrungen in Deutschland berichten – und Weiße Menschen können lernen, antirassistisch zu werden. Mit „Was ihr nicht seht!“ wurde eine Plattform geschaffen, die Rassismus in Deutschland bezeugt und unübersehbar verdeutlicht, dass diese Erfahrungen eben so viel mehr sind als individuelle Einzelschicksale. Aus dem Instagramformat heraus hat Dominik Lucha eine Ausstellung entwickelt, die zwischen dem 15.04. – 28.04. frei zugänglich im ersten Stockwerk des Bibliothek-Foyers der Leuphana Universität zu sehen sein wird. Interaktive Elemente regen vor Ort zur weiteren Reflexion und zum Austausch an. Außerdem gibt es ein begleitendes Workshopprogramm von Studierenden und externen Referent*innen, das zur tieferen Auseinandersetzung mit den Themen der Ausstellung einlädt.

Veranstaltungsprogramm

15.04., 18:30 Eröffnung der Ausstellung mit anschließendem Austausch in kleinen Gruppen über den Umgang mit Alltagsrassismus

Wo? Bibliotheks-Foyer, 1. Stock

 

18.04., 16:00 – 20:30 I feel and that is why I am” – Remembering the Empowerment strategies of Anton Wilhelm Amo: Safer Space/Empowerment Workshop for BIPoC mit Andrea-Vicky Amankwaa-Birago (German & English)

Wo? Gebäude 9, Raum 102

Anmeldung: hier entlang 

Vor bald etwa 300 Jahren ist der erste Schwarze / Afrikanische Student in Deutschland nicht weit von Lüneburg aufgewachsen. Es handelt sich hier um den Philosophen Anton Wilhelm Amo. Anhand seiner Biographie entwickeln wir gemeinsam Methoden um uns zu empowern.

Zu diesem Training sind Studierende/PhD Students of Color, schwarze Deutsche, Deutsche mit Migrationshintergrund, Migrant*innen sowie Menschen, die rassistische Erfahrungen gemacht haben oder machen, herzlich eingeladen. Das Empowerment-Training gibt uns die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und zum Kennenlernen der verschiedenen kulturellen und politischen Hintergründe. Gemeinsamer Ausgangspunkt ist die Erfahrung von Rassismus – auch mit Blick auf Intersektionalität. Dieser unterscheidet sich in der Form, in der Intensität und in der Ausprägung. Verbindend ist jedoch der Grund für die Diskriminierung: die dunklere Hautfarbe und die Herkunft, die z. B. im Rassismus als Vorwand dienen, um zu definieren, wer Mitglied und wer kein Mitglied der deutschen Mehrheitsgesellschaft ist. Im Mittelpunkt steht uns zu stärken und zu verbünden. Dabei kommt es zu einem Wechsel von Information, Verarbeitungs- und Reflexionsphasen. Vorgesehen sind unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit: im Plenum, in Gruppen- oder Partnerarbeit, mit Hilfe von Rollenspielen, Arbeitsblättern, Aufsätzen und Videobeiträgen.

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Lautsprache statt.

Max. 20 Teilnehmende

 

20.04., 10:00 – 15:00 Workshop zu Allyship von Tsepo Bollwinkel

Wo? Gebäude 9, Raum 102

Anmeldung: hier entlang 

Mit von Diskriminierung Betroffenen verbündet zu sein, ein gutes Allyship zu pflegen, ist ein Ziel vieler solidarischer Menschen. In der Praxis gestaltet sich das gar nicht so einfach, und von der Seite Betroffener ist immer wieder auch Kritik an Allies zu hören.

Der Workshop will am Beispiel Rassismus klären, was Allyship im besten Fall sein könnte, wo Fail und Fallen liegen und was die Bedürfnisse und Forderungen Betroffener sind.

Max. 24 Teilnehmende

 

25.04.24, 16:00 – 19:00 KreativWorkshop – Ein Zine zu Intersektionalität mit Alisha und Makena (Junges Afro-Kollektiv) und Wilma 

Wo? MuFuZi

Anmeldung: hier entlang 

Ein Zine ist ein selbstgemachtes und autonomes Mini-Magazin, das in unzähligen Formen, Farben und Kontexten existieren kann und zu einem wichtigen widerständigen Medium geworden ist. In unserem Workshop wollen wir uns diesem Format annähern und gemeinsam unsere Gedanken und Gefühle zum Thema „Intersektionalität“ in persönliche Zines verwandeln. Wir wollen einen respektvollen und wertschätzenden Raum für Austausch und das Teilen von Kreativität schaffen und unseren vielseitigen Perspektiven zu diesem Thema Gehör verschaffen, voneinander lernen und miteinander kreieren. Wir freuen uns auf euch!

 

Bilder von Dominik Lucha